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Schwarzblau am Frauentag: 10 Frauen die sie hassen!

Mit den Frauen in diesem Video können FPÖ und ÖVP nichts anfangen. Wieso, liest Du bei uns.

10 Frauen die sie hassen

Erst wollten wir zum Frauentag was nettes, optimistisches schreiben. Aber wie soll das gehen? Wir haben seit kurzem eine Regierung, die uns weit mehr als nur „an die Wäsche“ will. Diese Regierung will unsere Rechte beschneiden, unseren Lohn und die Pension kürzen und hat nichts übrig für unsere Freundinnen, Mütter und Kinder. Diese 10 Frauen hassen FPÖ und ÖVP ganz besonders:

1. Die schlecht bezahlte Frau

Siehe Familienbonus, wo nur die alles bekommen, die eh schon am besten verdienen (Klassenkampf von oben). Siehe die Pläne zum 12-Stunden-Tag. Siehe die damit verbundenen finanziellen Nachteile. Ganz abgesehen von Raubbau am Körper, Geist und Seele und der vielfach einfach fehlenden Kinderbetreuung (die auch leistbar wäre). Außerdem: wir wollen das nicht! Es sind genügend Leute arbeitslos, um alles besser zu verteilen. Allerorten grassieren Stress, Hektik und Burnout. Und die letzte Arbeitszeitverkürzung hatten wir übrigens 1975. Und bei der Gehaltsschere sind wir weiterhin im EU-Schlussfeld.

2. Die arbeitslose Frau

Wenn es einmal keine Notstandshilfe mehr gibt, rutschen arbeitslose Frauen blitzschnell in die Mindestsicherung. Dann ist schnell das Auto weg und Erspartes muss „verbraucht“ werden (zynischer geht’s wohl kaum) – ganz toll, wenn dann die Therme kaputt wird, ein Schikurs ansteht oder Du einfach nur ins Kino gehen willst. Statt reiche Durchschummler wie Starbucks und IKEA in die Pflicht zu nehmen, wird also bei uns gekürzt.

3. Die Unterstützerin vom Frauenvolksbegehren

Was sollen wir sagen? Sogar die angebliche Frauenministerin Siehe alle anderen Punkte. Hier kannst Du unterzeichnen.

4. Die Mutter

Wo Schwarzblau an die Macht kommt, sieht es schlecht aus für deine Kinder und dich. In Oberösterreich wurde die Kinderbetreuung am Nachmittag kostenpflichtig. Dabei gibt’s dort eh schon eine „Herdprämie“. Und die „Frauenministerin“ Juliane Bogner-Strauß? Hat nichts anderes zu tun, als uns auch noch mit ihrem Zynismus zu übergießen! Sie sagt: „Viele Frauen sehen die Kinderbetreuungskosten und gehen deshalb lieber Teilzeit arbeiten. Sie lösen damit eine Lawine für den Rest ihres Lebens aus, weil sie über die Jahre weniger verdienen, in die Pensionsfalle tappen und in die Altersarmut schlittern. Da müssen wir Bewusstsein schaffen“. Es fehlt aber an Kinderbetreuung, nicht an Bewusstsein – fehlende Kinderbetreuung ist das häufigste Motiv für die Teilzeitarbeit! Ah ja, und dann war da noch das mit der Unterhaltsgarantie. Erst „live im TV beschlossen“, auch von His Bastiness. Wurde dann halt nichts.

5. Die berufstätige Studentin und die Frau in Lehre

Damit es gar nicht erst zu „Bewusstsein“ kommt (siehe letzter Punkt) und damit das Selbstbewusstsein der fleißigen berufstätigen Studentinnen nicht in den Himmel wächst, gibt es bald weniger Studienplätze und Studiengebühren für Berufstätige. Leistung darf sich schließlich nicht lohnen! Und Lehrlinge? Die brauchen keinen Ansprechpartner und keine Vertretung, wenn es nach Kurz und Strache geht – also keine Lehrlingsvertrauensräte (deren Aufgaben, Wahl und Zweck siehe hier). Also weg damit!

6. Die Pensionistin

Für uns Pensionistinnen gibt’s bald die Dreifach-Pensionskürzung: Wer arbeitslos ist und statt der Notstandshilfe bald nur noch die Mindestsicherung „bekommt“, bekommt damit auch keine Pensionszeiten mehr angerechnet, also sinkt die Pension. Das gleiche passiert, wenn die Prüfung der Sozialabgaben nur noch von den Finanzämtern erledigt wird. Und für Frühpensionistinnen (und wahrscheinlich auch Schwerarbeiterinnen ) soll schließlich die Anrechnung arbeitsloser Zeiten auf zwei Jahre beschränkt werden. 

7. Die Nicht-Wohnungseigentümerin

Wenn die Lagezuschläge bald großzügig ansteigen dürfen, wird es noch schwieriger, an leistbare Wohnungen zu kommen. Wir haben hier ausführlich berichtet. Aber wie sagte Sebastian Kurz so schön? „Für junge Menschen ist Eigentum die beste Maßnahme gegen Altersarmut.“

8. Die Kellnerin im Raucherlokal

Schon eine halbe Million hat für den Schutz der Nichtraucherinnen unterschrieben. Mach es auch, wenn Du willst. 

9. Die Wassertrinkerin

Für die FPÖ war Barbara Kolm beim Experten-Hearing zum Rauchverbot im Parlament. Wir haben Frau Kolm hier genauer beschrieben. Kurzportrait: Sie will so ziemlich alles privatisieren, von Schulsystem bis Trinkwasser.

10. Die Ausländerin

Wo sollen wir anfangen, wo aufhören?Beim  Asylrecht? Bei der Kürzung der Familienbeihilfe? Bei den Burschenschaftern in der Regierung und staatsnahen Jobs? Beim völlig bescheuerten „Abstammungsprinzip“ bei den Staatsbürgerschaften? Das wollen FPÖVP wahrscheinlich nicht nur behalten, damit den ausländischen Pflegerinnen und Eingewanderten nicht so schnell das Wahlrecht zukommt. Nein, es ist auch praktisch, wenn sie auch noch die Enkelkinder von vor 20 Jahren Hergekommenen „Ausländer“ rufen können. Wir brauchen ja Feindbilder im Land, die schön ablenken von all dem, was sie uns antun wollen.

♥ ♥ ♥ ♥  (08.03.2018, d95p) ♥ ♥ ♥ ♥

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