Die 95 Prozent

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Bastus Christus

Bundeskanzler Sebastian Kurz besucht heute den Papst in Rom. Der Alte nervt ihn, aber als Regierungschef muss Kurz da durch. Außerdem ist Papst Franziskus eh ein Auslaufmodell und kann His Bastiness längst nicht mehr das Wasser reichen. Versonnen schwelgt Kurz in Erinnerungen...

Wie alles begann

Und die ÖVP stand in ihrer Parteizentrale, als ihr ein Geilomobil erschien. Es sagte: “Du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst einen Parteiobmann bekommen, und Du wirst ihn Bastus nennen, und er wird Österreich regieren”.

Und die heiligen drei Parteigranden machten sich auf den Weg, denn sie sahen einen Stern am Umfragehimmel aufgehen. Und Leitl, Pröll und Schüssel brachten Bastus wertvolle Geschenke: Das demütige Schweigen der Länder und Bünde, wohlerzogene Journalisten und einen USB-Stick voller Silberstein-E-Mails.

Und die sagenhafte Aura des schwarzen Messias verbreitete sich in Windeseile. So kam ein Aussätziger zu ihm. Er kniete nieder, und Bastus sprach: “Hast Du ein Foto auf deiner E-Card? Es hat ja einen Grund, warum sich auf jeder Öffi-Jahreskarte ein Foto befindet. Warum das im Bereich der E-Card nicht so sein sollte, muss man mir erklären.“ Und er ging weiter.

Und am See Genezareth warteten die Hungrigen, und es gab nur fünf Brote und zwei Fische, und der ÖVP-Messias sagte: „Man muss erst einmal einzahlen, bevor man herausnehmen kann.“ Einige Leute sagten, sie hätten aber zu wenig, um einzuzahlen. Und der Messias sprach: “Jo eh”.

Und Bastus kam zum Tempel, und er sah, dass die Händler von ihren Mitarbeitern über den Tisch gezogen worden waren, und er tobte und sagte: „Gearbeitet soll dann werden, wenn die Arbeit auch anfällt.“ Und die Menschen bedankten sich dafür, endlich 60 Stunden pro Woche schuften zu dürfen.

Und Bastus saß auf einem Berg in Galiläa und erzählte, wie Menschen miteinander umgehen sollen, und er sagte: “Dass gegen Menschen, die reich sind, die viel verdienen, gehetzt wurde: Das ist genauso falsch, wie wenn gegen andere Gruppen gehetzt wird.”

Lasst die Kinder zu mir kommen, denn das Königreich Gottes gehört Menschen, die so sind wie sie.” Aber nur wie Kinder, deren Eltern gut verdienen.

Und Bastus erzählte die Geschichte von einem Verletzten, der überfallen und halb tot geschlagen wurde. Und ein Europäer ging an ihm vorbei, ohne sich umzusehen; und ein Samariter versuchte, ihn zu versorgen; und ein anderer schnallte ihn auf eine Trage, brachte ihn zurück ins EU-Ausland und baute am Rückweg einen Grenzzaun. Und Bastus fragte: “Wer von den drei Männern war nun ein guter Nächster?” Und er sagte: “Der dritte, denn die Schließung der Balkanroute, die wir gegen starken Widerstand vor einem Jahr organisiert haben, hat gezeigt: man kann den Zustrom massiv reduzieren!”

♥ ♥ ♥ ♥  (05.03.2018, d95p) ♥ ♥ ♥ ♥

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